Tortilla de Patatas

Am frühen Sonntagmorgen machten sich Lars und Mitch als erste der Reisegruppe FVR in Richtung Spanien auf. Am Montag wurde die Reisegruppe durch Jens, Madi und Hansi komplettiert. Frei nach Peter Wackel führte uns sowohl der Hin- als auch der Rückflug über Palma de Mallorca. Da San Sebastian keinen Aeroporto besitzt, musste ein kleiner Umweg über Bilbao in Kauf genommen werden. Lars und Mitch versuchten am Montagvormittag die sehr überschaubaren Sehenswürdigkeiten von Bilbao, z.B. das Guggenheim Museum, zu entdecken. Zu unserem Glück hatten alle Attraktionen montags geschlossen. Am späten Montagnachmittag trafen wir uns alle in Bilbao und verbrachten den Abend in einem Irish Pub, bei dem ein oder anderen Cerveza. Getrunken wurde Murphys und nicht Paulaner Classic, welches als „English Ale“ beworben wurde. Um schonmal in richtige CL-Stimmung zu kommen, schwelgten wir in Erinnerungen an große Europapokal-Abende mit Beteiligung von Bayer 04. Am Dienstagvormittag machten wir uns dann auf in Richtung San Sebastian.

 

Den Tag dort verbrachten wir bei Sonnenschein und 16° größtenteils am Strand und in der Altstadt. Am Nachmittag trafen sich die Fans in einem Irish-Pub nahe des Strandes, in dem zur Freude aller die meiste Zeit Helene Fischer lief. Es fanden sich immer mehr Bayer-Fans im Pub ein und die Stimmung wurde immer besser. Irgendwann hatte El Presidente anscheinend genug Cerveza getrunken und entschied sich kurzerhand, ein komplettes Pint über Mitch´s Hose zu schütten. Doch selbst dies konnte die Vorfreude nicht schmälern. Um 19 Uhr machte sich der Bayer-Mob auf in Richtung Stadion Anoeta. Auf Anweisung von Robert stiegen alle in den Bus der Linie 28, der in Richtung Stadion fährt. Doch der Busfahrer wollte den Bus keinen Meter bewegen, bis nicht alle Leute ein Ticket gekauft haben und rief kurzerhand die Polizei. Diese kam kurze Zeit später in den Bus und räumte diesen. Nach kurzer Diskussion entschied sich die Polizei dazu, uns per pedes zum Stadion zu begleiten. Auf diesem 45-minütigen Fußmarsch konnten die ca. 300 tapferen Fans zeigen, was die Kehle an Gesängen so hergibt. Fairerweise gestattete die Policia den Fans eine kurze Pause an einer Tanktstelle, um die Cerveza-Vorräte aufzufüllen. Die Reisegruppe FVR wurde duch den Reiseleiter Madi mit frischem Dosenbier versorgt. Alle waren optimistisch, dass der Abend erfolgreich für die Werkself verlaufen würde. Die Stimmung im Block in den ersten Hälfte war gut, obwohl es natürlich nur alkoholfreies Bier sowie fragwürdige Speisen gab. Zur Stärkung erwarb Jens in der Halbzeitpause ein Sandwich. Auf die Frage was das sei, antwortete er, dass es Fisch sein könnte, allerdings auch Fleisch. Es stellte sich allerdings heraus, dass es sich um ein Kartoffelomelette im Brötchen (Tortilla de Patatas) handelte. Frisch gestärkt ging es in die zweite Hälfte. Nach wenigen Minuten kannte der Jubel keine Grenzen, als Ömer Toprak den Ball über die Linie drückte (In der Westdeutschen Zeitung wurde es als Kopfballtor bezeichnet). Die Stimmung wurde noch besser, als der Treffer in Manchester auf der Anzeigetafel  aufleuchtete. An den Spielständen änderte sich nichts mehr, so dass Leverkusen es ins Achtelfinale geschafft hatte. Während sich das Stadion schnell leerte, wurde in der Kurve noch kräftig mit der Mannschaft gefeiert. Als wir uns am Mittwoch auf den Weg in Richtung Bilbao machen wollten, lief uns plötzlich die Mannschaft über den Weg, welche eine kleine Runde am Strand drehte. Jeder einzelne Spieler hatte ein breites Lachen im Gesicht, was bei uns natürlich ähnlich war. Zum Abschluss der Tour gönnten wir uns am Flughafen auf Malle alle noch ein McFlurry, welches wir uns mehr als verdient hatten.

 

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Gegen 22:30 am Mittwochabend kamen wir erschöpft, aber überglücklich wieder in Düsseldorf an. Insgeamt war es eine „grande vuelta“ ins Baskenland mit einem „importante victoria“ für unseren geliebten Bayer. Leider sprechen die wenigsten Basken Englisch, so dass wir uns auf der gesamten Tour mit Händen, Füssen und unseren kaum vorhandenen Spanisch-Kenntnissen verständigen mussten. El Presidente hingegen versuchte es hin und wieder mit deutsch, was dann Sätze wie „una Kartoffelsalat por favor“ zur Folge hatte.

Man darf gespannt sein, wer sich im Februar/März daran versuchen darf, die „Ergebnismaschine“ Bayer 04 Leverkusen aufzuhalten..