FVR besiegt den Mod(d)us und qualifiziert sich für die deutsche BKV Meisterschaft

In den vielen Jahren Turniererfahrung des FVRs wurde oftmals mit dem Modus gehadert. Bei der diesjährigen Westdeutschen BKV Meisterschaft wurde der Spieß umgedreht und so konnte ein sehr gutes Ergebnis erreicht werden.

Aber der Reihe nach: Wegen einigen Absagen, fanden sich am Samstag morgen 7 mehr oder weniger fitte Spieler in Bonn ein. Da mit 5 Spielern + Torwart, 2x10 Minuten je Spiel und auf einem großen halben Platz gespielt worden ist, war die Ausgangslage alles andere als gut. So hieß das Motto: Sportlich nicht untergehen und Spaß haben.

Taktisch hieß das: Tief stehen, Kraft sparen und vorne eiskalt zuschlagen.

In dem ersten Spiel gegen die Siegburger Kreisverwaltung ging dies nur teilweise auf: Viele gute Chancen wurden ausgelassen und so stand es am Ende 0:0. Bei diesem Spiel verletzte sich direkt Michael Niggl und konnte ab da als Feldspieler nicht mehr helfen.

Im zweiten Spiel gegen Roleber Bonn sah es schon duster für den FVR aus. Ohne Auswechselspieler lag der FVR schnell 3:1 zurück. Aus der Not sollte eine Tugend werden und so übernahm kurzer Hand Michael Niggl den Job von Daniel Zieglerski im Tor, welcher wiederum die Feldspieler entlasten konnte. Das Spiel ging zwar nach dem zwischenzeitlichen 3:3 trotzdem noch 4:3 verloren, aber es zeichnete sich ein Aufwärtstrend ab.

Das dritte Spiel konnte nach unglücklichem 0:1 Rückstand 6:1 gegen Pauke Bonn gewonnen werden und der FVR gewann mehr und mehr seine Treffsicherheit wieder.

Im letzten Gruppenspiel wartete dann der schon sichere Gruppensieger BSG Kretzer Bonn.

In dem wohl besten FVR Spiel bis dahin wurde dieser dann 2:0 besiegt und das Selbstvertrauen und der oft gesehene FVR Optimismus erreichte sein Maximum.

Nach 2 Stunden Pause sah, dass schon ein wenig anders aus, da alle Spieler die Vorrunde in den Beinen spürten und festgestellt worden ist, dass wenn die Zwischenrunde durch einen Sieg überstanden würde, wieder ein Spiel gegen den Gruppensieger aus der Vorrunde drohte. Da neben den Siegern in den 6 Spielen der Zwischenrunde auch die beiden besten Verlierer weiterkommen sollten, war eine Alternative schnell ausgemacht.

In der Zwischenrunde fuhr der FVR dann mit 1:2 die zweite Turnierniederlage gegen Team Norris (Gelsenkirchen) ein und qualifiziert sich trozdem als zweit bester Verlierer für das anstehende Viertelfinale.

 

Die hohe Anzahl an Spielen machte den Feldspielern immer mehr zu schaffen, aber sie konnten sich immer auf ihren Rückhalt im Tor verlassen. Michael Niggl wuchs von Spiel zu Spiel mehr über sich hinaus.

Das Viertelfinale wurde souverän gegen Taxi Bonn gewonnen und somit war die maximale Anzahl an Spielen gesichert.

Die Frage ob das letzte Spiel um Platz 3 ging oder doch die große Überraschung mit einem Finaleinzug gelang, sollte sich im Halbfinale gegen das Team von Deutsche Stahlwerke (Hagen) nach einem 2:2 nach 20 Min. durch ein 9m Schießen entschieden werden. Für die 5 Schüsse ging Zieglerski wieder zwischen die Pfosten und brachte das Kunststück fertig, die ersten 4 Schüsse zu halten, so dass die 2 FVR Treffer zum vorzeitigen Weiterkommen reichten.

Im Finale versuchten die Kämpfer vom FVR noch mal alle Kraftreserven zu mobilisieren, allerdings hatte man mit der BSG Emons (Solingen) ein Team vor der Brust, das mit 12 Spielern in das Turnier gestartet war und dazu noch ein wenig Fußball spielen konnte, so dass sich der FVR mit 0:4 geschlagen geben musste.

Als Team aus Leverkusen kann sich der FVR nicht nur über den sensationellen Vizemeister Titel freuen sondern ist zusätzlich noch für die Deutsche BKV Meisterschaft Anfang des nächsten Jahres qualifiziert.

Unter dem Strich ist noch zu erwähnen, dass sich der FVR auf dem fairem Turnier sehr wohlgefühlt hat und auch der Meinung ist, dass zumindest das taktische Niveau höher war als bei durchschnittlichen Fan-/Freitzeitturnieren.

Die Helden: D. Zieglerski, M. Niggl, C. Sester, B. Hübner, S. Cremer, C. Schultens, S. Groth